Wie Afrika riecht, klingt und schmeckt

16.01.2010 – Vortrag: Das Laudenbacher Ehepaar Monika und Jörg Werner zeigt Bilder ihrer Kilimandscharo-Besteigung / Veranstaltungserlös und CDU-Spende für Projekt in Tansania


Bild: Gutschalk

 

Wie Afrika riecht, klingt und schmeckt

Das Laudenbacher Ehepaar Monika und Jörg Werner zeigte Bilder ihrer Kilimandscharo-Besteigung. Mit von der Partie war auch Mitreisende Monika Burkert. An der Veranstaltung nahm ferner Tatjana Reis von Vision Tansania teil.

Laudenbach. Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Dieses Sprichwort gilt umso mehr, wenn es eine besondere Reise ist. Und so erzählten Monika und Jörg Werner am Samstag im Bartholomäus-Saal von ihrer Reise auf den höchsten freistehenden Berg der Welt: den Kilimandscharo. Zusammen mit Monika und Dieter Burkert sowie Birgitta Geisenhof und Uwe Bitsch hatten sie sich letztes Jahr an die Besteigung des Kilimandscharo gemacht. Da sie nicht nur ihre Erinnerungen sondern auch zahlreiche eindrucksvolle Bilder mitgebracht hatten, konnten sie sehr gut ihre Eindrücke vermitteln.

Noch „junger“ Berg
Während sich die Besucher die an eine Leinwand projizierten Bilder anschauten, erzählte das Ehepaar abwechselnd von seiner Trekking-Tour. Neben den persönlichen Erinnerungen kam auch die Bildung nicht zu kurz: So erfuhren die zahlreichen Besucher etwas über die Entstehungsgeschichte und die Vegetationsstufen des Berges. Der Kilimandscharo ist in erdgeschichtlichem Maßstab noch recht jung und vulkanischen Ursprungs. Die Vegetation reicht von Regenwald am Fuße des Berges über verschiedene Zwischenstufen bis zu karger Ödnis, in der fast nichts mehr wächst. Mit stimmungsvoller Musik unterlegt, wurde den Besuchern Afrika ein gutes Stück näher gebracht. Es wurde vermittelt, wie Afrika riecht; nämlich nach würzigem Feuer, frisch geröstetem Kaffee, Fisch und frischen Früchten auf dem Markt. Es wurde vermittelt, wie Afrika schmeckt; nämlich nach Kaffee, frischem Bier und Ugali, einem Maisbrei mit Bohnen und Spinat. Es wurde vermittelt, wie sich Afrika anfühlt; nämlich wie kleine schwarze Kinderhände, die „nicht genug davon bekommen, weiße Haut zu berühren“. Es wurde vermittelt, wie Afrika aussieht; nämlich staubig, schmutzig und erbärmlich, aber auch mit einfachen Mitteln liebevoll eingerichtet und teils herrschaftlich. Und es wurde vermittelt, wie Afrika klingt; nämlich wie Kameraklicken auf einer Safari, wie Zweige unter den Füßen von Elefanten, wie Kreischen von Affenbanden und das Brüllen eines Löwen.

Eindrückliche Schilderung
Zu all diesen Eindrücken lieferte das Ehepaar Werner auch die passenden Bilder, so dass man schon fast glauben konnte, selbst den Kaffee zu schmecken und von den Kindern berührt zu werden. Von diesen gab es auch sehr viele sympathische Bilder, die mitunter auch zum Schmunzeln anregten. Apropos schmunzeln: Autos mit Hinweisschildern darauf, dass Testament-Vordrucke im Handschuhfach bereit liegen, findet man sicher auch nur in Afrika.  Es gibt verschiedene Routen, die auf den liebevoll „Kili“ abgekürzten Berg führen. Die Reisegruppe hatte sich für die längste Route entschieden. Davon versprachen sich sich, sich besser an die Höhe akklimatisieren zu können. Zwar hatten sie schon ein Jahr zuvor mit Joggen und langen Wanderungen angefangen, sich fit zu machen; allerdings kann man sich kaum auf die Höhe vorbereiten � auch wenn sie dies mit einer Kurzreise nach St. Moritz versuchten. Nach vielen Kilometern Fußmarsches und vielfältigsten Eindrücken schafften es die sechs Abenteurer auf den Gipfel des Kilimandscharo � auf einer Höhe von 5895 Metern über dem Meeresspiegel.
Problem Trinkwasserversorgung
Dabei wurde die ganze Reise über gut von ihrem Führer auf sie aufgepasst, um gesundheitliche Probleme zu verhindern. Zudem müssen auch die drei Köche im Team hervorragend gewesen sein, so oft wie vom Essen geschwärmt wurde. Ein weniger schöner Aspekt der Reise war sicher, auch einige der Probleme Afrikas aus nächster Nähe kennenzulernen. Darunter vor allem das Problem der Wasserversorgung. Der Verein „Vision Tansania“ versucht über ein Brunnenbauprojekt die Versorgung mit Trinkwasser zu verbessern. Tatjana Reis, die Vorsitzende des Vereins, war am Samstag ebenfalls anwesend. Sichtlich berührt von dem Bilder-Vortrag, gab sie ihre eigenen Eindrücke der Besteigung des „Kili“ wieder. Nicht zuletzt, weil dies ihr Leben grundlegend verändert habe: Kürzlich heiratete sie ihren damaligen Führer. Um den Verein zu unterstützen und damit Afrika zu helfen, spendeten Monika und Jörg Werner das gesamte Eintrittsgeld an den Verein. Hinzu kam der Gewinn des Weihnachtsmarktes der Laudenbacher CDU. Dieses Geld wurde vom CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Bernhard Boppel übergeben. rog

Liebe Monika Lieber Jörg,
vielen Dank für Euren wunderschönen Vortrag und Danke auch, dass ich dabeisein durfte und sooooo herzlich willkommen war. Ich war sehr berührt!
Eure Spende von 1000,- Euro und dazu noch der Scheck der CDU Ortsgruppe über 250,- Euro bringen unsere Vision wieder ein gutes Stück voran.

Ankündigung Vortrag Laudenbach

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