Haus der Begegnung

Nyumba ya mkutano – Ein Haus der Begegnung in Lehmbauweise

Entwicklung und Bau eines Hauses der Begegnung, das in Dang'aida als Familien-, Kultur- und Bildungszentrum zum lokalen und interkulturellen Wissensaustausch werden soll.

 

Seitdem der Mensch begann, sesshaft zu werden und sich dauerhaft Behausungen zu schaffen, spielte Lehm als Baustoff eine bedeutende Rolle. Leider geriet diese alte, traditionelle Baukunst aufgrund „moderner“ Baustoffe immer mehr in den Hintergrund. Dieser Entwicklung soll mit dem Lehmbauprojekt entgegengewirkt werden. 
Die Menschen in Tansania sollen sich eingeladen fühlen, sich an ihre alte Tradition und an die Nutzung lokaler Baustoffe zu erinnern, wie z. B. Lehm, natürliche Faserstoffe aus einheimischen Rohstoffen und die natürliche Wandfarbgestaltung mit natürlichen Bindemitteln, Erd-und Pflanzenpigmenten.

Modell mit mehreren Lehmhütten
Kinder spielen im Matsch


Aus der Synergie von traditioneller und moderner Lehmbauweise soll die Aufbereitung des Lehms dem heutigen Stand der Technik angepasst werden, um die Verarbeitung des Materials zu erleichtern. Somit kann der Wohnkomfort und der Lebensstandard der Menschen den klimatischen Verhältnissen, der Kultur und der Umwelt wieder angepasst werden.


»Nyumba ya mkutano« soll beispielhaft helfen, gemeinsam die Lehmbauweise zu erlernen, sich inspirieren zu lassen und dabei zusammenzuwachsen.

 

Das Zentrum wird aus einem Haupthaus mit Verwaltungsbüro, Seminarräumen, Küche, Speisesaal, Sanitäranlagen, einer Wohnung für die Projektleitung, acht kleinen traditionellen Rundhütten mit Nasszellen für Gäste und Projektmitarbeiter, einem Kindergarten mit Außenspielgelände und einem kleinen Garten für den Obst- und Gemüseanbau zum Eigenverzehr bestehen.


Ziele der Baumaßnahme

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Kennenlernen von Lehm als traditionellen, atmungsaktiven, ortsüblichen, ökologischen, kostengünstigen Baustoff

 

Verdeutlichung regionaler Wertschöpfungspotentiale

 

Doktorhut Doktorhut Doktorhut

Entwicklung und Durchführung langfristiger Ausbildungen und Seminare in Zusammenarbeit mit Bildungsstätten für Handwerker, Architekten und Selbstbauer (auch für Menschen mit Behinderung)

 

Wertschöpfungspotentiale

Entwicklung eines Ortes für Jugend- und Erwachsenenbildung:

Sprachkurse, Hygienekurse, Handwerkskurse, Kreativkurse für Gesang, Tanz und Theater, kulturelle Angebote, Gespräche und Erfahrungs­austausch auch durch interkulturelle Begegnungen

 

💻 Drucker 📞

Schaffung von Arbeitsplätzen

 

Machbarkeitsstudie: Lehmbau in Dang’aida

Für unser Lehmbau-Projekt konnten wir einen echten Experten gewinnen: Daniel Duchert aus Bargteheide (www.gestalten-mit-lehm.de). Daniel ist Spezialist für Gestaltung mit Lehm, Fachplaner für Bildungsräume, Fortbildner und Künstler   - und damit genau der richtige Partner für unser nachhaltiges Bauvorhaben in Tansania.

 

Von der ersten Idee zur Umsetzung
Nach einem ersten ausführlichen Telefonat im Januar 2024 war schnell klar, dass wir ähnliche Visionen teilen. Beim persönlichen Treffen im März bestätigte sich das - und aus ersten Gedanken entstand schon bald der Plan, gemeinsam mit jungen Männern vor Ort in Dang‘aida eine fundierte Machbarkeitsstudie zum Lehmbau zu erstellen.

Ziel war es herauszufinden, wie lokale Erden und natürliche Materialien für nachhaltige Innen- und Außengestaltung genutzt werden können.

 

 1 Arbeitsmaterial, Rohstoffe, Start der Machbarkeitsstudie  5 Erste Versuche der Lehmsteinherstellung Julius, Marjang'da  7 Versuch Lehmaußenputz Gisamo 

 

        

Bereits im Mai 2024 reiste Daniel nach Tansania. Zusammen forschten wir in Bassotu, Wandela und Dang’aida, sammelten Proben, testeten Mischungen und dokumentierten jeden Schritt. Alle Erkenntnisse hat Daniel in einer ausführlichen Broschüre festgehalten – sie kann die Basis für die nächsten Schritte im ökologischen Lehmbau bilden.

 In unserer Fotogalerie haben wir die Arbeit mit Daniel Duchert in Tansania festgehalten.

Die Ergebnisse der Studie hat Daniel Duchert in einer umfangreichen Broschüre dokumentiert. 


Die zwei Wochen mit Daniel waren geprägt von körperlichem Einsatz, viel Engagement, Fachwissen und echter, interkultureller Teamarbeit. Sämtliches Material und alle Werkzeuge mussten wir wie immer mit dem Motorrad transportieren - nicht wirklich bequem und doch absolut sinnvoll!

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Daniel für seine fachlich herausragende Arbeit. Sie schafft ein solides Fundament, um ein nächstes Projekt zum Thema Lehmbau in Dang’aida starten zu können.

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Wir danken allen Spenderinnen und Spendern recht herzlich!

Mit Ihrer Hilfe wird unsere Vision Wirklichkeit.

 

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