Wasserprojekt in Dang'aida
„Dieses Projekt wurde unterstützt durch eine Förderung von ELAN e.V.,
finanziert aus Mitteln der BINGO! Umweltlotterie – der Umweltlotterie von Lotto Rheinland-Pfalz.“
Das Wasserprojekt zielt darauf ab, das kritische Problem der Wasserverunreinigung in Dang’aida durch die Bereitstellung eines nachhaltigen und sauberen Wasserversorgungssystems anzugehen. Derzeit verlassen sich die Bewohner auf ein verschmutztes Wasserbecken, was zu Gesundheitsrisiken und eingeschränktem Zugang zu sauberem Trinkwasser führt. Unser Projekt sieht die Installation eines umfassenden Wasserfiltrations- und Wasserverteilungssystems vor, das Solarstrom und innovative Sandfiltertechnologie nutzt.


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Es wird eine solarbetriebene Pumpe, die das Wasser aus dem Regenwassersammelbecken in einen 5.000 Liter Sandfiltertank pumpt, installiert. Das gefilterte Wasser wird dann bis zur Entnahme in einem weiteren Tank gelagert. Die Wasserentnahme erfolgt durch mindestens 4 Wasserhähne, die eine zugängliche Verteilung des Wassers an die Menschen gewährleistet. Unter anderem wird ein Wachhaus gebaut und die Gemeinde Dang’aida stellt einen Wachmann, der für die Sicherheit, den Betrieb und die Wartung der Anlage verantwortlich ist.
Ziele für das Wasserprojekt in Dang'aida
Zugang zu relativ sauberem Trinkwasser für die Bevölkerung
Verbesserung der Gesundheit
Eigenverantwortliches Wassermanagement
Verhinderung der Wasserverdunstung und des Absickerns in die Erde
Multiplikation der Idee
auch in andere Dörfer
Projektstart: Lernen mit der Realität vor Ort
Im April 2025 reiste unser 2. Vorsitzender Siegfried Kästle nach Tansania, um gemeinsam mit Gisamo das Wasserprojekt in Dang’aida zu starten. Zu erwähnen ist hier, dass Noah, der dritte Mann im Bunde, maßgeblich an der Planung und Skizzierung des Projekts beteiligt war. Die Idee zu diesem Projekt war, das von der Dorfgemeinschaft selbst angelegte Regenrückhaltebecken so zu nutzen, dass es ganzjährig sauberes Wasser bereitstellen kann. Unser Ziel war eine Lösung, die nicht nur funktioniert, sondern den Menschen auch nachhaltig den Zugang zu saubererem Wasser ermöglicht.
Erste Schritte
Nach einigen Gesprächen mit dem Gemeinderat und den notwendigen Behördengängen konnte endlich begonnen werden. Gisamo koordinierte alle Arbeiten, organisierte Material und Arbeiter - und er kämpfte sich, wie so oft, durch die schwierigen Transportwege (siehe Beispielfoto oben und Video am Ende des Textes).
Boote, Tanks und Solarpaneele erreichten schließlich Dang’aida. Ein kleines Haus für die Solarpaneele wurde gebaut, die Tanks wurden gesetzt, Leitungen gelegt und Verbindungen installiert. An zwei Kanistern befestigt gelangte die Pumpe mit Unterstützung von zwei Booten zur tiefsten Stelle in der Mitte des Beckens und konnte dort sicher platziert werden.
Gisamo baute sogar einen einfachen Sandfilter, der das Wasser wirkungsvoll reinigte. Für kurze Zeit funktionierte alles besser als erhofft: Die Menschen holten das gefilterte Wasser - und viele, die sonst zu anderen Wasserstellen liefen, kamen nun nach Dang’aida.
Eine begrenzte Ressource
Das Wasserbecken hat leider keinen natürlichen Zufluss. Es füllt sich nur durch Regen, verliert aber schnell an Wasser durch Sonne, Wind, Versickerung und wird durch Vögel und Wildtiere verunreinigt. Deshalb wollten wir das Wasser in Tanks speichern, um es sauberer zu halten, zu schützen und länger verfügbar zu machen.
Durch die hohe Nutzung leerte sich das Becken schneller als erwartet. Nach zwei Monaten war das Wasser erschöpft, und die Anlage musste vorübergehend abgebaut und nach Bassotu zurückgebracht werden, um sie zu schützen.
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Was bleibt
Das Projekt hat uns etwas sehr Wichtiges gelehrt:
Gute Technik allein reicht nicht. Ohne ein Wassermanagement, das die natürlichen Grenzen respektiert, kann es keine dauerhafte Lösung geben. Wir haben verstanden, dass wir die Erfahrungen der Dorfgemeinschaft noch stärker einbeziehen müssen! Sie wissen, wie ihr Wasser lebt und verschwindet.
Wie es weitergeht
Das Projekt ist keinesfalls gescheitert, aber es hat uns gezeigt, wo wir neu denken müssen.
Gemeinsam mit Dang’aida möchten wir jetzt Wege finden, wie die Wasserressourcen so genutzt werden können, dass sie möglichst lange im Jahr reichen - und wie wir aus dem, was vorhanden ist, das Bestmögliche machen.
„Ein Projekt, das Hoffnung brachte, Herausforderungen offenbarte und uns gezeigt hat, wie wichtig es ist, genau hinzuschauen.“
In vielen Fotos können Sie den Verlauf des Wasserprojektes mit nachvollziehen.
Bestaunen Sie in den folgenden Videos den "abenteuerlichen" Transport der Solarpaneelen per Motorrad und den in Betrieb genommenen Wasserfilter:
