Gesundheitszentrum in Bassotu
Gemäß unserer Satzung ist es unsere Aufgabe, Menschen und Institutionen zu fördern, ihre Ziele zu unterstützen und zur Gesunderhaltung beizutragen. Gemeinsam mit unserem Partnerverein Dabavita NGO orientieren wir uns an regionalen und nationalen Entwicklungszielen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und wirtschaftliche Entwicklung. Das Gesundheitszentrum schafft Synergien zu bestehenden Projekten wie Wasserversorgung, Bildungsmaßnahmen und der Stärkung lokaler Selbstbestimmung.
Unser Ziel ist es, das Wohlbefinden der Menschen in Bassotu nachhaltig zu verbessern. Mit diesem Projekt leisten wir einen Beitrag zu einer ganzheitlichen Entwicklung im Sinne der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs).


Seit 2021 betreibt Dr. Hayte Samo, ein sehr engagierter, kompetenter Arzt aus Bassotu, mit eigenen Mitteln die „PONA Dispensary“. „Pona“ bedeutet in der Sprache Suaheli "Gute Besserung". Für ihn steht der Name zugleich für "Public Oriented Needs Affordability" – also für eine Einrichtung, die allen Menschen offensteht, unabhängig von ihrem Einkommen.
Für Dr. Hayte Samo ist das Gesundheitszentrum in Bassotu ein ganz persönliches Lebensprojekt. Die Kraft und Motivation für sein Engagement schöpft er aus seiner eigenen Geschichte. Er ist in dieser Region geboren und aufgewachsen – in einer Gemeinschaft, die oft ohne medizinische Hilfe auskommen musste. Diese Erfahrung hat in ihm den starken Wunsch geweckt, etwas zu verändern und den Menschen in seiner Heimat Zugang zu guter Gesundheitsversorgung zu ermöichen.
Dr. Hayte beschreibt es so:
„Ich kenne die Sorgen und Nöte der Menschen hier, weil ich selbst einer von ihnen bin. Es ist mein Herzenswunsch, dass niemand mehr leiden und auf ärztliche Versorgung verzichten muss, nur weil Hilfe zu weit entfernt ist.“
Neben der sozialen Bedeutung spielt auch die wirtschaftliche Stabilität eine Rolle. Damit das Zentrum langfristig bestehen kann, muss es mit der notwendigen medizinischen Ausstattung versehen werden – hierbei möchten wir Dr. Hayte tatkräftig unterstützen.
Ziele in Verbindung mit dem Gesundheitszentrum
Hochwertiges Angebot
der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum
💻 📞
Schaffung von Arbeitsplätzen
Perspektiven für die
Dorfentwicklung
und Infrastruktur
🏠🏠🏠
Lehrkrankenhaus für
Tropenkrankheiten,
internationaler, kollegialer Austausch,
offen für Praktika
für Medizinstudenten*innen,
Physiotherapeuten*innen
und medizinisches Personal
Fortschritte im PONA Gesundheitszentrum
Eine besondere Überraschung ist uns 2023 mit dem Kauf eines Ultraschall- und Blutanalyse-Gerätes für Dr. Hayte gelungen. Beide Geräte wurden in Dar es salaam bei der Niederlassung des deutschen Vereins action medeor e.V. gekauft und nach Bassotu geliefert. So ist eine Wartung vor Ort, entsprechende Weiterbildungen und die Lieferung und der Erhalt von Verbrauchsmaterial, z.B. Teststreifen, Reagenzien, Ultraschallpapier etc. gewährleistet. Zusätzlich war 2023 ein Mikroskop im Reisegepäck. Alle drei Geräte dienen zur erweiterten Diagnosemöglichkeit, die teilweise lebensrettende Ergebnisse liefern.
Wichtige Geräte für Dr. Hayte:
Ebenfalls im Jahr 2023 trat die Studentin Jule Sträter mit der Anfrage an Vision Tansania e.V. heran, ihre Bachelorarbeit zum Thema „Wie wirkt sich Entwicklungszusammenarbeit auf das Wirtschaftswachstum eines Landes aus?“ in Tansania zu begleiten.
Zu diesem Zeitpunkt war sie noch auf der Suche nach einem passenden Projektschwerpunkt. Tatjana bot ihr an, sie auf eine Reise nach Tansania zu begleiten, um gemeinsam vor Ort ein Projekt auszuwählen, das zu ihrem Forschungsthema passt. Während dieses Aufenthalts in Tansania lernte Jule die Dispensary von Dr. Hayte kennen und entschied sich schließlich gemeinsam mit ihm, ein entsprechendes Projekt umzusetzen. Ziel war und ist es auch zukünftig, die Einrichtung Schritt für Schritt auf den Standard eines Health Centers und darüber hinaus anzuheben.
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Es wurde besprochen, dass das Ziel im ersten Schritt durch den An- und Ausbau eines Geburtshauses mit entsprechendem Laborgebäude erreicht werden kann. Dort soll es Frauen künftig ermöglicht werden, ihr Kind unter sicheren und verlässlichen Bedingungen zur Welt zu bringen. Dieses Vorhaben schenkt werdenden Müttern mehr Unterstützung und Zuversicht und schafft zugleich neue Arbeitsplätze, die die medizinische Versorgung in der gesamten Region stärkt.
Um den geplanten Ausbau finanziell zu unterstützen, startete Jule eine Spendenaktion über betterplace, in ihrem Familien- und Freundeskreis sowie bei verschiedenen Stiftungen. So sollten rund 30.000 € für eine Geburtsstation mit mehreren Betten zusammenkommen. Dank einer großzügigen Einzelspende konnte bereits Mitte 2024 mit dem Bau des Geburtshauses und des Laborgebäudes begonnen werden. Beim Besuch von Jule und Jasmin im April 2025 stand das Gebäude bereits – es fehlten nur noch die notwendigen Einrichtungsgegenstände, die inzwischen angeschafft wurden.
Jetzt warten wir lediglich auf die abschließende behördliche Zulassung, damit der Betrieb starten kann. Unsere Hoffnung ist groß, dass noch vor Ablauf des Jahres 2025 das erste Baby hier zur Welt kommen darf. 🥰
Die folgenden Fotos zeigen die Entstehung und Entwicklung des Projektes.
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Zwei interessante Videos zeigen ebenfalls den Fortschritt: 😊
